Alexandra de Kempf

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Über mich

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“Resurrection” 2011

Wer Bin Ich

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ch bin in Caracas, Venezuela geboren und in Venezuela und den USA aufgewachsen. Ich bin Künstlerin und Pädagogin für die Bereiche Kunst und Design. Als junge Keramikerin vergrub ich meine Hände im Ton (Steinzeug, Porzellan, Terrakotta) und er blieb haften. Durch meine keramische Ausbildung lernte ich, das Material mit meinen Händen zu formen und den Nervenkitzel des Brennens zu ertragen. Seitdem habe ich meine Hände nicht mehr “sauber” halten können.

Ich bin Künstlerin seit ich denken kann. Immer musste ich etwas mit meinen Händen tun. Durch den Druck von Familie und Kultur, etwas “Nützliches” zu studieren und zu werden, wurde ich von meiner Kunst abgelenkt und wurde Diplom Ing. Architektin (Universidad Central de Venezuela, 1991), MRP Regional Planerin (Cornell University, Ithaca, NY, USA, 1996) und Design- und Technologie-Pädagogin (University of Cambridge, England, 2005). Meine Farbstifte, den Ton und die Acrylfarben hatte ich aber immer parat. Und ich konnte immer einen Moment finden, um etwas zu malen, zu machen und zu experimentieren, so dass meine Kunst sich in den Jahren zu dem entwickelt hat was sie heute ist. Am Ende des Tages ist man wer man ist.

Meine Frauen aus Erde

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ch liebe Ton. Wenn ich mit Ton arbeite, empfinde ich tiefe Freude und Befriedigung, ganz gleich ob der Ton flüssig oder matschig ist, ob er hart oder lederartig ist, ob es sich um Steinzeug oder Porzellan handelt. Immer wieder muss ich ihn formen und gestalten, ihn transformieren, ihn erleben. Ich habe mit Gebrauchskeramik begonnen, wollte aber schon bald meine Gefühle im figurativen Gestalten zum Ausdruck bringen. Was folgt, sind Beispiele die mir der Ton über die Jahre eingeflüstert hat.

Die Frau ist das Hauptthema meines keramischen Schaffens. Meine Figuren aus Steinzeug und Porzellan sind das Resultat aus der Symbiose zwischen Ton und der kreativen Energie meiner Hände. Männer werden durch die Kultur daran gehindert ihre Gefühle ausdrücken, da diese zu zeigen und zu akzeptieren normalerweise als Schwäche interpretiert wird. Aber als Frau, umso mehr als lateinamerikanische Frau, fühle ich mich frei meine Emotionen ganz offen auszudrücken und darzustellen. Ich glaube, dass diese Einstellung mich sogar berechtigt, meine Stärken statt meine Schwächen zu zeigen.

Meine Figuren entstehen aus meinem Bedürfnis, meine Gefühle und Emotionen zum Ausdruck zu bringen, ebenso wie meine bewusste Körper-Seele-Beziehung zu zeigen. Jedes Werk ist eine Begegnung mit meinem Frausein und ein großer Schritt vorwärts in meiner persönlichen Reise zur Wiederherstellung und Konsolidierung meines Kreatives Ichs.

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“Tiempos” 2013

Mehr Über Meine Kunst

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er Prozess der Zerstörung enthält auch die Chance zur Erneuerung. Diese doppeldeutige Situation zwischen Zerstörung und Erneuerung mache ich in meinen Arbeiten sichtbar. Ich benutze dabei sowohl eine symbolische Formensprache als auch die Sprache der Realität. So bewegen sich meine Werke zwischen Phantasie und Alltäglichem.

Die wahre Hauptdarstellerin meiner Arbeit ist die Kraft, die ich meinen Figuren verleihe. Gefühle und Bewegungen überlagern sich ohne Pausen und ihre Gesten schaffen einen außerordentlichen, reichhaltigen Eindruck. Das Material (Steinzeug, Draht, Papier, Farbe) verwandelt sich so in etwas Lebendiges, das eine eigene Geschichte erzählt.

In meinen Figuren und in meinen Collagen bewegen sich die Protagonisten meiner Erzählungen vorsichtig, aber mit Leidenschaft.

Meine Kunst umfasst eine Vielfalt an Blickwinkeln, insbesondere europäische und venezolanische Einflüsse spielen eine wesentliche Rolle. Die Mischung ist der Angleichungs- und Verwandlungsprozess einer lateinamerikanischen Künstlerin, die in Deutschland zuhause ist.